12.12.2024
i3mainz bei der DANES 2024
Am Nachmittag des 5. und 6. Dezember fand zum zweiten Mal die DANES statt, die Digital Ancient Near Eastern Studies Conference. Das diesjährige Thema lautet „Digitale Ressourcen des Alten Orients: Erstellung, Anwendungsstudien und Pflege“.
In ihrem Vortrag am Freitag beschrieben Timo Homburg und Adam Anderson (UC Berkeley) die Methodik und Ausführung eines Wissensgraphen-Lexikons für die sumerische Sprache in Wikidata. Sie warben für eine kollaborative Linked-Open-Data-Initiative (LOD) in Wikidata für Sumerisch und Akkadisch und erläuterten die Ontologie, welche für den Aufbau des Lexikons speziell für Sumerisch in Wikidata verwendet wird.
Bereits am 4. Dezember, im Rahmen der Pro-Conference Workshops, gaben Timo Homburg und Jan Philipp Bullenkamp von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in einen Werkstattbericht Einblicke zum Thema “Towards (Semi-)automatic Annotation of Cuneiform Signs”. Zunächst stellten sie den von Bullenkamp entwickelten Watershedding Ansatz vor, welcher dazu dient, Einzelkeile und ihre Typen nach Gottstein/PaleoCodage zu erkennen. Eine von Homburg entwickelte Erweiterung des Gigamesh Software Frameworks ist in der Lage, 2D-erstellte Annotationen von Renderings zu laden und als 3D-Annotationen zu exportieren. Auch die Resultate von Paula Dicke flossen in die Präsentation mit ein. Ihren nativen 3D-Web-Annotator, den sie im Rahmen ihres Praxisprojekts am i3mainz erarbeitet, wird sie bei einer Veranstaltung im Februar im LUX Pavillon vorstellen.
Auch der Stand der Diskussionen innerhalb der NFDI4Objects Standardisierungsgruppe für 3D-Annotationen war Thema.