18.10.2024
Community Meeting von NFDI4Objects in Mainz
Mit mehr als 170 Teilnehmenden fand vom 25. bis 27. September das zweite Community Meetings von NFDI4Objects in Mainz statt. Gastgeber waren das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) und die Hochschule Mainz.
Workshops, Vorträge und Poster
Mit einer Reihe von Workshops konnten die Teilnehmenden am Mittwoch Nachmittag direkt in die Themen des Konsortiums eintauchen. Während der Veranstaltung bot Kai-Christian Bruhn, stellvertretender Sprecher des Konsortiums und einer der Sprecher der Task Area 6, die an der Hochschule Mainz und der Klassikstiftung Weimar angesiedelt ist, insgesamt zwei Workshops zum Thema Forschungsdatenmanagement und Qualifikation an.
Studierende aus Bachelor- und Masterstudiengängen, sowie Promovierende und PostDocs von unterschiedlichen Universitäten waren auf dem Workshop I mit 14 Teilnehmenden vertreten. Vermittelt wurden Grundlagen des Forschungsdatenmanagements (FDM) in kleinen mitunter sehr datenintensiven Projekten wie Abschluss- und Qualifikationsarbeiten.
Nachdem die Teilnehmenden eigene FDM-Geschichten mit Bezug zu Konzepten des Forschungdatenlebenzyklus’ und dessen Phasen formuliert hatten, wurden Vorgehensweisen für die Datenorganisation, Metadaten und Backup-Strategien besprochen. Im zweiten Teil des Workshops standen die in der Forschung am häufigsten verwendeten Datentypen - Texte, Tabellen, Bilder und Geodaten - im Vordergrund, ebenso wie der Bezug allgemeiner Kenntnisse im FDM auf Probleme im praktischen Alltag.
Zum Thema Qualifikation und Überlegungen zu deren konkreter Umsetzung diskutierten vierzehn Teilnehmende des zweiten Workshops am Freitag, darunter Studierende, Lehrende und Forschende engagiert. Nach einer Beschreibung der be- und entstehenden Landschaft an Qualifikationsangeboten durch Institutionen, regionale Verbünde und die NFDI-Sektion EduTrain sowie die aktuell im Aufbau befindlichen Datenkompetenzzentren wie HERMES, widmete sich die offene Diskussion drei Themenfeldern:
- Was ist die Grundlage für Trainingsangebote in Themenbereichen, für die es noch keine Festlegungen von good oder best-practices gibt?
- Kann die Erarbeitung von offenen Lehr- und Lernmaterialien (OER) die Entwicklung von solchen Community-Standards unterstützten?
- Wie soll die Erarbeitung und Bereitstellung von praxisnahen Trainingsangeboten organisiert werden?
Festgehalten werden konnte, dass Best-practices auch in Qualifikationsangeboten entwickelt werden sollten und dass die Ausformulierung von NFDI4Objects-spezifischen Kompetenzen die Brücke in die praktische Umsetzung von FDM in der Community bilden muss.
Am Donnerstag Nachmittag und Freitag Vormittag zeigten neun Kurzvorträge und Postersessions mit 39 Beiträgen die Vielfalt der Herausforderungen und Lösungsansätze im Forschungsdatenmanagement auf. Die in Mainz verankerten NFDI-Konsortien NFDI4Culture (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) und NFDI4Memory (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte) waren ebenso vertreten, wie einige der im Aufbau befindlichen und vom BMBF geförderten Datenkompetenzzentren. Julia Tolksdorf und Robert Zwick beteiligten sich dabei an der Präsentation des Datenkompetenzzentrums “HERMES - Humanities Education in Research, Data, and Methods” auf der Postersession.
Icebreaker
Am Mittwochabend lud Susanne Weissman, Präsidentin der Hochschule Mainz, zum Icebreaker in den LUX-Pavillon ein. Mehr als 100 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit für das Kennenlernen, Gespräche und Vernetzung.
Website NFDI4Objects
Pünktlich zum Community Meeting konnte die Website nfdi4objects.net mit einer angepassten, optimierten und erweiterten Struktur gelauncht werden. Die Seite ist kompatibel mit dem Common European Research Information Format (CERIF) und der NFDICore Ontologie und wurde federführend am i3mainz entwickelt.
Abendveranstaltung und Keynote
Ein Höhepunkt des Community Meetings war die Abendveranstaltung am Donnerstag mit Minister Clemens Hoch und einer Keynote von Barbara Ebert zum Thema “Datenvielfalt handhabbar machen”. Barbara Ebert ist Geschäftsführerin der Gesellschaft für Biologische Daten e.V., Co-Sprecherin und Geschäftsführerin des Konsortiums NFDI4Biodiversity sowie stellvertretende Vorsitzende der Konsortialversammlung des NFDI e.V.