29.07.2022

Workshop von Heliopolis-Projekt

Workshop im Ägyptischen Museums der Universität Leipzig. Michael Schleier unterstützt bei der Bearbeitung der Fotos. Heliopolis-Projekt, CC BY SA 4.0
Im Rahmen des Projekts Ende und Anfang im Tempel von Heliopolis führte Michael Schleier einen Workshop in Leipzig durch.

Ein zentrales Ziel der Kooperation des i3mainz im DFG-geförderten Projekt Ende und Anfang im Tempel von Heliopolis ist die Entwicklung und anschließende Vermittlung von angepassten 3D-Dokumentationsmethoden für die qualitätsgesicherte 3D-Dokumentation der ausgegrabenen Inschriften, Reliefs und Skulpturen.

Mitte Juli bot Michael Schleier daher auf Grundlage der Mitarbeit auf den vorausgegangenen Grabungskampagnen einen dreitägigen Workshop im Ägyptisches Museum der Universität Leipzig an.

Die zehn Teilnehmenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Leipzig und von der Universität Pisa, wurden in die Grundlagen der fotografischen Dokumentation eingeführt und lernten die Besonderheiten kennen, auf die es bei der anschließenden Auswertung mit dem Structure from Motion Verfahren zu achten gilt.

In kleinen Gruppen übten die Anwesenden die entwickelten Verfahren und Abläufe. Sie fotografierten sowohl kleine Objekte im Ägyptischen Museum der Universität, die auf einer Drehscheibe rotiert wurden, als auch größere immobile Objekte, bei deren Aufnahme der Kamerastandpunkt gewechselt werden muss. Die so dokumentierten Objekte wurden anschließend mit Agisoft Metashape zu 3D Modellen gerechnet, skaliert und ausgerichtet. Aus den daraus abgeleiteten Orthophotos erstellten die Teilnehmenden schließlich mit QGIS ein maßstabsgerechtes Layout für analoge Ausdrucke, die der Anfertigung wissenschaftlicher Zeichnungen und der Eintragung ergänzender Beobachtungen dienen.

Auf diese Weise sind alle an den kommenden Grabungskampagnen Beteiligten in der Lage, vor Ort eigenständig wissenschaftlich verwertbare 3D-Modelle und abgeleitete Datenprodukte zu erstellen.