04.10.2019

Aus Haft Tappeh ins World Wide Web

Keilschrift auf Tontafeln in Haft Tappeh Behzad Mofidi-Nasrabadi , All rights reserved
Haft Tappeh-Projekt von JGU und i3mainz ist gestartet

Mit den Keilschrifttafeln aus Haft Tappeh im Südwesten des Iran befasst sich ein im September gestartestes, DFG-gefördertes Forschungsprojekt von Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn vom i3mainz und Prof. Dr. Doris Prechel von der Altorientalischen Philologie am Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz. Die Tontafeln stammen aus der Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. und wurden von dem Archäologen Dr. Behzad Mofidi-Nasrabadi von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ausgegraben.

In einem Vorgängerprojekt mit dem Helmholtz-Institut Mainz wurden die Tontafeln gescannt und liegen daher bereits in digitaler Form vor. In einem ersten Schritt werden diese Digitalisate nun überprüft: Mit Hilfe einer Software werden Qualitätsparameter, wie räumliche Auflösung und Genauigkeit, erfasst und gegebenenfalls topologische Fehler im 3D-Modell korrigiert.

Das i3mainz entwickelt in dem Projekt die technische Umgebung, in der die digitale Edition der Keilschriftfunde aus Haft Tappeh erarbeitet wird. Der Ansatz ist dabei ganz auf die digitalen Daten konzentriert, die in dem Projekt erzeugt werden. Eine Vielzahl vorhandener Werkzeuge und bestehender infrastruktureller Angebote werden zu einem passenden Bündel geschnürt und notwendige Anpassungen vorgenommen. Ziel ist es, die Ergebnisse der digitalen Edition medienbruchfrei in bestehende oder
im Aufbau befindliche, nationale wie internationale Datenportale und spezifische, insbesondere sprachwissenschaftlich relevante Dienste einbinden zu können. Dadurch soll eine daten-getriebene Analyse der Texte und deren Inhalte ermöglicht werden. Dabei hat das i3mainz den gesamten Datenbestand, vom 3D-Modell über das Bild bis zum annotierten Text, die Schreibgewohnheiten und die linguistischen Details im Blick.