17.09.2019

Mit dem StoneViewer auf dem 18. Mainzer Wissenschaftsmark

Gregor Hubrich erklärt einem Gast den StoneViewer Svenja Schwerdtfeger, CC BY SA 4.0
Gregor Hubrich, Student der Fachrichtung Geoinformatik und Vermessung und das i3mainz stellten auf dem Mainzer Wissenschaftsmarkt den StoneViewer, eine App zur raumbezogenen Darstellung von Stolpersteinen, vor.

Zum 18. Mal präsentierten sich die wissenschaftlichen Institutionen aus Mainz und Umgebung unter dem Dach der Mainzer Wissenschaftsallianz am 14. und 15. September bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gutenbergplatz in Mainz.

Gemeinsam mit dem i3mainz stellte die Fachrichtung Geoinformatik und Vermessung den “StoneViewer” vor. Gregor Hubrich hatte die App mit Unterstützung des i3mainz im Zuge seiner Bachelorarbeit entwickelt und für den Wissenschaftsmarkt ausgebaut. Sie dient der raumbezogenen Darstellung der Mainzer Stolpersteine. Nutzerinnen und Nutzer können gezielt nach Namen suchen und kriegen dann auf einer Karte angezeigt, wo der Stolperstein der gesuchten Person liegt. Die App kann aber auch so eingestellt werden, dass sie eine Pushnachricht verschickt, wenn man in einer zuvor definierte Distanz an einem Stolperstein vorbeigeht.

Die Anwendung bietet damit eine innovative Lösung zur Visualisierung raumbezogener Daten auf Basis von PWA-Technologie (Progressive Web App) unter Verwendung von OpenData. Die verwendeten Daten werden aus OpenStreetMap (OSM) und Wikidata geladen. Die räumliche Darstellung der Stolpersteine erfolgt durch die Leaflet API und die darin implementierte OSM-Karte. Die Technologie lässt sich auf alle Objekte anwenden, die in Wikidata und OpenStreetMap verzeichnet sind.

Da die App aber nur Daten aufrufen kann, die zuvor in Wikidata und OSM eingegeben worden sind, nutzten die anwesenden Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studentinnen und Studenten die Zeit auf dem Markt auch, um alle derzeit in Mainz verlegten 228 Stolpersteine dort einzuspeisen, sodass diese nun alle über die App aufgerufen werden können. Auf einer in Github visualisierte OSM-Karte der Mainzer Stolpersteine wird in Prozentzahlen und nebenstehendem Text angezeigt, wie vollständig die Einträge zu einem Stolperstein bereits sind und welche Einträge noch fehlen.

Der Wissenschaftsmarkt bot darüber hinaus das ideale Umfeld, um die App von verschiedensten Besucherinnen und Besuchern des Stands testen zu lassen und deren Meinung zu erfahren. Danke allen, die uns dabei unterstützt haben.