01.01.2016
Kick-Off-Meeting von VARM
Das Rhein-Main-Gebiet verfügt über eine deutschlandweit nur mit Berlin vergleichbare Dichte an archäologischen Einrichtungen. Darin, so die Präsidentin des Deutschen Archäologischen Institutes Dr. Dr. h. c. Friederike Fless, liegt ein großes Potenzial für die Entwicklung eines herausragenden Forschungsverbundes. Diese weitreichende Perspektive zeichnete die Archäologin in ihrer Keynote anlässlich des Kick-Off-Meetings Verbund Archäologie Rhein-Main (VARM) am 20.-21.11.2015. Die Gründung des Verbundes wurde von einer Lenkungsgruppe vorbereitet, in der für die Hochschule Mainz Kai-Christian Bruhn und Anne Klammt vom i3mainz gestaltend mitwirkten.
Ausgerichtet von der Klassischen Archäologie an der Johannes-Gutenberg Universität trafen sich rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an archäologischen Einrichtungen, in Kooperationen und Verbünden tätig sind, um den neuen Verbund strukturell und thematisch auszugestalten und ein gemeinsames Thema für den Forschungsverbund zu diskutieren. Das zweitägige Treffen gliederte sich entsprechend in Impulsreferate und Adhoc-Arbeitsgruppen zum Forschungsthema „Bewältigungsstrategien – Widerstandskraft – Anpassungsfähigkeit“ sowie eine weitere Session mit Thementischen zum Verbund.
Am ersten Abend fanden zu beiden Themen jeweils eine Podiumsdiskussion statt. Zu dem Forschungsthema Bewältigungsstrategien diskutierte die Lenkungsgruppe unter der Leitung von Friederike Fless die gesellschaftliche Relevanz des Themas. Sehr deutlich wurden die einzigartigen Möglichkeiten der Archäologie, gesellschaftliche Strategien zur Überwindung großer Herausforderungen gesamtheitlich und mit Blick auf die kulturellen Wechselwirkungen zu beschreiben, sei es durch klimatischen Wandel, Ressourcenverknappung oder auch Migrationsbewegungen.
In einer weiteren hochrangig besetzten Diskussionsrunde äußerten sich die Präsidentinnen und die Präsidenten des Deutschen Archäologischen Institutes, der Goethe-Universität Frankfurt, der Hochschule Mainz, der Hochschule RheinMain, der Johannes Gutenberg-Universität und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und Leibniz-Forschungsstelle Archäologie zur Zukunft von VARM. Gerhard Muth verwies in seinem positiven Statement zu VARM auf die Erfolgsgeschichten des Kompetenzzentrum Raumbezogene Informationstechnik in den Geisteswissenschaften am i3mainz und das neue Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed). Für die Hochschule bieten sich in dem neuen Verbund hervorragende Möglichkeiten in der Forschung und Lehre.